Kopernikus-Gymnasium
Lintorf

Vielfalt und Anspruch

Umgang mit der Pandemiebedrohung am KGL

Ratingen, den 01.11.2020

 

 

Liebe Eltern,

 

wie in Zeiten stark ansteigender Coronainfektionen kaum anders zu erwarten, treten nun auch in unserem persönlichen Umfeld vermehrt Quarantäne-Fälle oder sogar Corona-Diagnosen auf; das KGL ist hier keine Insel, sondern auch hier erreichen uns entsprechende Meldungen. Verständlicherweise löst dies Besorgnis vor allem bei Eltern aus.

 

Nun hat sich unsere Gesellschaft dazu entschieden, einen weiteren kompletten Lockdown nach Möglichkeit zu vermeiden. Ein Kernelement dieser Strategie ist es, die Kindertagesstätten und Schulen geöffnet zu halten. Schülerinnen und Schülern wird so ihr Recht auf Bildung in Form des bei aller digitalen Aufrüstung kaum zu ersetzenden Präsenzunterrichts garantiert. Eine Berufstätigkeit der Eltern ist ohne zusätzliche Konflikte mit Betreuungsaufgaben möglich und die tägliche Familienroutine wird jedenfalls nicht zusätzlich zu anderen coronabedingten Einschränkungen belastet.

 

Es wäre allerdings Wunschdenken, sich vorzumachen, dass diese Strategie nicht mit einem erhöhten Infektionsrisiko in der Schule einhergeht, da Schule nun einmal bei allen Vorsichtsmaßnahmen das Zusammentreffen einer großen Anzahl von Menschen bedeutet, die man ansonsten ja derzeit dringend zu vermeiden sucht. Das Kollegium des KGL stellt sich dieser Situation mit großem Engagement. Etliche Kolleginnen und Kollegen sind gesundheitlich vorbelastet und müssten in der Pandemielage zumindest keine Präsenzunterricht erteilen; sie tun es dennoch. Nicht unwesentlich durch ihren Einsatz ist es möglich, einen regulären Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Sie nehmen dabei bewusst ein erhöhtes Infektionsrisiko in Kauf, um wie einige anderen Berufsgruppen auch ihren Beitrag zu einer Funktionsfähigkeit unseres gesellschaftlichen Lebens zu leisten.

Dazu gehört unter anderem auch die Fähigkeit, mit der steigenden Anspannung durch das oben angesprochene Auftreten von Corona-Fällen in unserem Umfeld konstruktiv und mit Augenmaß umzugehen.

 

Um diese sicherlich bisweilen schwer erträgliche Gefahrentoleranz müssen wir auch Sie bitten. Man kann solche Fälle nicht vermeiden und wir können auch nicht bei jedem Coronafall oder jeder Quarantänesituation die Schule teilweise oder ganz schließen. Wir können Ihnen aber versichern, dass wir die Situation in engem Abgleich mit dem Gesundheitsamt, der Kommune und der Schulaufsicht genau beobachten und eine sorgfältige Gefahrenabschätzung vornehmen. Wir werden alles tun, um die Gesundheit unserer Schulgemeinschaft und der dahinterstehenden Familien verantwortungsvoll zu schützen.

 

Bitte helfen Sie uns dabei, indem Sie Ihre Kinder, die der aktuell drohenden Gefahr mit viel größerer Unbefangenheit begegnen als wir Erwachsene und die vielleicht unter manchen Einschränkungen im Sozialleben auch noch stärker leiden als wir, ebenso wie wir weiter zum Abstandhalten, zu gründlichen Hygienemaßnahmen und zur Vermeidung unnötiger Kontakte ermuntern. Wir verbinden dies mit der Hoffnung, größere Einbrüche in das Schul- und Unterrichtsgeschehen nach Möglichkeit zu vermeiden.

 

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie (und für Ihr Nervenkostüm)

 

Ihr

Roland Loos

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