Kopernikus-Gymnasium
Lintorf

Vielfalt und Anspruch

Streitschlichter

Streitschlichtung, was ist das?

Bei der Streitschlichtung klären wir genau, was vorgefallen ist. Jeder kann seine Sichtweise darstellen, jeder kommt zu Wort. Wir finden gemeinsam heraus, warum es zu einem Problem gekommen ist.

Danach vereinbart ihr selbst eine Lösung, um das Problem zu eurer Zufriedenheit zu lösen.

Du fürchtest, eure Lehrer oder Eltern werden informiert?

- Wir sind unabhängig und wollen euch helfen.

Du fürchtest, wir könnten uns auf eine Seite schlagen?

- Wir haben uns zur Neutralität verpflichtet!

Versuch es doch einfach mal, du wirst feststellen, wie einfach man Konflikte lösen kann!

Wenn ihr einen Termin mit den Streitschlichtern vereinbaren wollt, meldet euch bei Frau Kaufmann, eurem Klassenlehrer,  der SV oder kommt einfach selbst in der ersten großen Pause in unserem Raum vorbei

 

Streitschlichtung – das Konzept zur Mediation am Kopernikus-Gymnasium

Mediation ist ein Verfahren der Konfliktregelung, bei der die Konfliktparteien freiwillig unter Leitung und Hilfe eines neutralen Dritten, der von beiden Seiten akzeptiert wird, ihre Streitigkeiten im Einvernehmen zu lösen versuchen.

Am KGL gab es bereits zwei Ausbildungsdurchgänge für Streitschlichter im Sinne der sogenannten peer-Mediation. Ein dritter Ausbildungsgang für Schüler/innen der Jahrgangsstufe erfolgt  im Laufe des zweiten Schulhalbjahres 2014/2015, damit eine neue Streitschlichtergruppe nach den Sommerferien 2015 bereit stehen konnte.

Dazu haben wir den Streitschlichtungsraum (gegenüber Raum 181) neu gestrichen und gestalten ihn im Laufe des Jahres immer weiter aus!
Der Ausbildungsgang besteht aus 7 Nachmittagsterminen sowie einem abschließenden Samstagtermin. Die Materialien zum Schlichtungsverlauf (z.B. Formulare zum Schlichtungsgespräch) und zur Evaluation der Schlichtungen usw. liegen in einem gesonderten Ordner zur Einsicht im Lehrerzimmer sowie im Streitschlichtungsraum aus. Zielsetzung ist, ein verträgliches Miteinander am KGL zu unterstützen, dann aber auch die Schlichter in Ihren Kompetenzen zu fördern.

Das sind die Grundsätze:

  • Freiwilligkeit
  • Vertraulichkeit
  • es gibt keine Sanktionsmöglichkeiten
  • Ergebnisprotokolle im Sinne von Vereinbarungen
  • Nachgespräche im Sinne der Nachsorge
  • Schüler sollen nicht von Lehrern geschickt werden
  • man kann die Streitschlichtung in Anspruch nehmen, wann immer man will
  • die Schlichter sind im Streitschlichtungsraum präsent
  • das Schlichtungsgespräch hat immer die Blickrichtung nach vorne in die Zukunft
  • es wird eine win-win-Situation geschaffen
  • es werden Motive ermittelt, nicht Schuldige angeklagt
  • Schlichter können auch Schlichtung zurück weisen (bei eigener Betroffenheit, wenn man z.B. jemanden zu gut kennt)

Belastungen für die Schlichter: 1x im Monat fester Termin/Besprechungen im Schlichterraum und Anwesenheit in den ersten großen Pausen in unterschiedlichen Teams.

Beim Schlichtungsgespräch ist die Anfangsphase ritualisiert (Vorstellen; Regeln; zuhören, zuwenden). Der Ablauf erfolgt in 5 Phasen: Vorstellung / Einleitung / Sichtweisen / Lösungen / Abschluss. Dabei gilt das Prinzip 'Aktives Zuhören!'. Keiner soll benachteiligt werden (z.B. wenn einer eine starke Persönlichkeit, der andere eher die schwache Person ist). Die Lösung soll dem Schlichter selber gefallen.

Zur Erfolgsquote ist zu sagen: Wir erwarten eine weitere Verbesserung der Atmosphäre(Effekte für die Schule); nach der Schlichtung (ca. 20 Minuten) kommt der Schüler relativ befriedet wieder und kann dem Unterricht folgen. Das führt auch zu einer Erleichterung für den Unterrichtenden. Hinzu kommt der Lerneffekt: mit Streit umgehen lernen! Bei den Schlichtern: Persönlichkeitsschulung / Selbstsicherheit / persönliche Stärke.

Ganz wichtig: Schlichter sind nicht zuständig für Schüler-Lehrer-Schlichtung!

Kopernikus Gymnasium Lintorf Newsletter